Ratgeber

Untertischgerät (Boiler) und die passende Armatur

Kurz gesagt: Ein druckloses Untertischgerät braucht eine Niederdruckarmatur. Nur ein ausdrücklich druckfestes Gerät arbeitet mit einer Hochdruckarmatur. Welche Bauart du brauchst, entscheidet die Zahl der Zapfstellen - nicht der Preis.

Untertischgerät (Warmwasserboiler) - Illustration

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Stiebel Eltron SNU 5 Plus (Untertischgerät)

Wer unter der Spüle warmes Wasser braucht und eine Niederdruckarmatur betreibt.

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Drucklos oder druckfest?

Untertischgeräte gibt es in zwei Bauarten, und die Hersteller trennen sie nach Einsatzzweck, nicht nach Komfort. AEG Haustechnik beschreibt es in den eigenen häufigen Fragen so: Offene (drucklose) Geräte seien "zur verbrauchsnahen Versorgung einer Zapfstelle gedacht (z. B. Waschtisch, Spüle)" und stünden "nicht unter Wasserleitungsdruck" - "Mit einem offenen Gerät darf nur eine Zapfstelle versorgt werden. Des Weiteren sind für den offenen Betrieb spezielle Armaturen nötigt. Eine Standard-Armatur darf nicht verwendet werden."

Geschlossene (druckfeste) Geräte sind laut derselben Quelle "zur Versorgung von mehreren nahe beieinanderliegenden Zapfstellen gedacht (z.B. Bad mit Waschtisch, Dusche und Badewanne)"; in ihnen herrscht Wasserleitungsdruck, und sie "können mit allen handelsüblichen Druckarmaturen betrieben werden".

Für eine einzelne Küchenspüle ist damit die offene Bauart die vorgesehene Lösung. Wie oft welche Bauart tatsächlich verbaut ist, sagt allerdings kein Hersteller - sieh deshalb an deinem Gerät nach, statt es zu schätzen. Wie du das machst, steht unter Niederdruckarmatur erkennen.

Welche Größe?

Die gängigen Küchengeräte fassen 5 Liter. Aussagekräftiger als dieser Nenninhalt ist aber die Mischwassermenge, also wie viel handwarmes Wasser am Stück herauskommt: Stiebel Eltron gibt in der Anleitung zum SNU 5 Plus eine "Mischwassermenge 40 °C" von 9,3 Litern an, AEG in der Anleitung zum Huz 5 ÖKO Comfort 10 Liter.

Eine Herstellerangabe, wie viel eine Küchenspüle davon braucht, gibt es nicht - beide Anleitungen sagen nur, dass das Gerät eine Entnahmestelle versorgt. Dass 5 Liter das übliche Format sind, bestätigt Vaillant in der eigenen Planungsinformation - dort heißt es zum 10-Liter-Gerät, es biete "einen deutlich höheren Warmwasserkomfort, wenn die üblichen 5 Liter Untertischgeräte nicht ausreichen". Wann genau sie nicht ausreichen, sagt auch Vaillant nicht. Unsere Einschätzung, ausdrücklich als solche: Für Hände waschen, Abspülen und kleine Mengen reicht diese Menge; wer regelmäßig ein volles Becken heiß braucht, sieht sich ein größeres Gerät oder einen Durchlauferhitzer an. Bewährte drucklose 5-Liter-Geräte sind der Stiebel Eltron SNU 5 und der AEG Huz 5.

Wichtig für die Sicherheit

Nur eine Niederdruckarmatur an den drucklosen Boiler

Ein druckloser Boiler muss belüftet sein - das übernimmt die Niederdruckarmatur. Beide Hersteller schreiben es wörtlich: Stiebel Eltron (SNU 5 SL) "Verwenden Sie nur offene Armaturen. Andere Armaturen sind nicht zulässig", AEG (Huz 5 ÖKO Comfort) "Geschlossene Armaturen sind nicht zulässig". Ein offizieller Stiftung-Warentest-Vergleich der Untertischgeräte existiert übrigens nicht; wir bewerten nach Bauart und Eignung.

Zweiter Punkt, der in beiden Anleitungen steht und den viele übersehen: die Temperatur. Der Einstellbereich reicht bei beiden Geräten von 35 bis 85 °C, und beide Hersteller warnen mit demselben Satz - "Bei Auslauftemperaturen größer 43 °C besteht Verbrühungsgefahr". AEG ergänzt: "Die Armatur kann während des Betriebs eine Temperatur von über 60 °C annehmen." In einem Haushalt mit kleinen Kindern ist das ein Argument für eine niedrigere Einstellung.

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Häufige Fragen

Kann ich einen drucklosen Boiler mit Hochdruckarmatur betreiben?
Nein. Das setzt den offenen Speicher unter Druck und kann ihn beschädigen. Beide Hersteller schreiben es ausdrücklich - Stiebel Eltron "Verwenden Sie nur offene Armaturen. Andere Armaturen sind nicht zulässig", AEG "Geschlossene Armaturen sind nicht zulässig".
Reichen 5 Liter für die Küche?
Das hängt davon ab, wie viel du am Stück brauchst - eine Herstellerangabe dazu gibt es nicht. Belegt ist nur die Menge, die herauskommt: Stiebel Eltron nennt für den SNU 5 Plus 9,3 Liter Mischwasser bei 40 °C, AEG für den Huz 5 ÖKO Comfort 10 Liter. Vaillant nennt in der eigenen Planungsinformation "die üblichen 5 Liter Untertischgeräte" und stellt ihnen ein 10-Liter-Gerät für den Fall zur Seite, dass sie "nicht ausreichen" - wann das eintritt, sagt aber auch Vaillant nicht.
Wie heiß wird das Wasser aus dem Boiler?
Beide hier gezeigten Geräte lassen sich von 35 bis 85 °C einstellen. Beide Hersteller warnen mit demselben Satz: "Bei Auslauftemperaturen größer 43 °C besteht Verbrühungsgefahr." AEG ergänzt, die Armatur selbst könne "während des Betriebs eine Temperatur von über 60 °C annehmen".
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